Die Macht der Gedanken

Wie Ihre Gedanken Ihr Leben formen

Sägen Sie kein Sägemehl – die Kraft negativer Gedanken

Posted on | Juni 12, 2009 | 2 Comments

Am Wochenende habe ich wieder das Buch “Sorge dich nicht – Lebe! von Dale Carnegie gelesen. Er gibt darin viele gute Strategien, für den richtigen Umgang mit Sorgen. Einer der Ratschläge, die mir besonders geholfen haben, ist: “Sägen Sie kein Sägemehl.”

Dale Carnegie sagt, dass wir uns darauf konzentrieren sollten, gemachte Fehler zu analysieren und aus ihnen etwas zu lernen.

Obwohl er wusste, was zu tun war und andere Menschen darin unterrichtete, fiel es ihm schwer selbst danach zu handeln. Er schreibt:

“Es ist mir peinlich, meine Dummheit zugeben zu müssen, doch ich habe schon lange erkannt, dass es leichter ist zwanzig Leuten zu sagen, was sie tun sollten, als einer der zwanzig zu sein, die das, was ich in meinen Kursen lehre, beherzigen.”

Das kann ich nur bestätigen. Es ist einfach einen Blogbeitrag zu schreiben oder anderen Leuten Ratschläge zu erteilen, aber es selbst anzuwenden ist schwer. Bücher schreiben kann im Grunde jeder, aber danach handeln ist eine große Herausforderung.

Deshalb gebe ich mir immer Mühe die Dinge umzusetzen, von denen ich schreibe. Es ist sehr peinlich, wenn man jemandem einen Ratschlag gibt, und dann der Satz kommt:

“Du machst es doch selbst nicht!”

Ein Beispiel ist, wenn ich meiner kleinen Schwester sage, dass sie an die frische Luft gehen soll, aber selbst keine Lust dazu habe und im Haus bleiben will. Am besten ist es, wenn man dem anderen durch Beispiele belehrt anstatt durch leere Worte.

“Ein Gramm Beispiel gilt mehr als ein Zentner guter Worte.”

Franz von Sales

Aber ich schweife ab…

zurück zum Thema:

Sägen Sie kein Sägemehl.

Sich über die Vergangenheit zu ärgern und sich über Dinge Sorgen zu machen, die vorüber sind, ist das Gleiche als würden Sie versuchen Sägemehl zu sägen. Doch das Problem ist, dass dieses Sägemehl bereits gesägt ist und nicht nochmal bearbeitet werden kann. Ihre Arbeit ist damit sinnlos.

Wir müssen Fehler und Unglücksfälle akzeptieren, wenn wir uns auf das Jetzt und die Zukunft konzentrieren wollen. Man könnte es auch anders mit diesem Sprichwort ausdrücken:

“Weine nicht über verschüttete Milch.”

Sich über Dinge, die in der Vergangenheit liegen, Sorgen zu machen und ängstlich oder schlechter Laune zu sein, ist sinnlos, denn Sie haben absolut keinen Einfluss auf die Vergangenheit. Was vorüber ist, ist vorüber.

Sie können die Zeit nicht zurückdrehen – nicht einmal um Minuten oder Sekunden. Sich über die Vergangenheit zu ärgern oder zu sorgen, ist wie über das Wetter wütend zu sein.

“Bist du geduldig in einem Augenblick des Zorns, wirst du dir hundert Tage Kummer sparen.”

Asiatische Weisheit

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die konsequente Anwendung dieses Ratschlags im Alltag eine große Wirkung hat. Im Grunde ist es nur eine Erinnerung im Moment zu leben und positiv zu denken, aber durch das Bild, dass man im Gedächtnis sieht, wenn man an Sägemehl denkt, ist sehr eindrucksvoll.

Erst wenn man in der Phantasie sieht wie lächerlich es ist mit einer Säge Sägemehl sägen zu wollen, wird die eigene Dummheit bewusst und man lacht über sich selbst.

Wenn man beispielsweise den Bus verpasst, ist es oft hilfreich zu sagen: “Säge kein Sägemehl”, um gar nicht erst anzufangen sich zu ärgern. Ich meine damit nicht, dass Sie sich überall Ihrem Schicksal ergeben sollen, sondern dass es bei Dingen, auf die Sie keinen Einfluss mehr haben, besser ist loszulassen.

“Lebe heute – vergiss die Sorgen der Vergangenheit.”

Epikur

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich bei einem Unglück oder einem gemachten Fehler wütend zu werden oder sich zu sorgen, doch meistens handelt es sich nur um Kleinigkeiten. Viele Menschen suchen förmlich nach solchen Dingen, über die sie sich aufregen können.

Vorauf ich hinaus will, ist: Es gibt Probleme, die keine sind.

Es gibt natürlich auch große Schwierigkeiten und Tragödien, aber wenn wir keinen Einfluss auf sie haben, dann bringt es auch nichts sich darum zu sorgen. Sorge und Kummer hat noch nie etwas bewirkt.

Lassen Sie deshalb Vergangenes ruhen und leben Sie Ihr Leben jetzt. Sägen Sie bitte kein Sägemehl.

Comments

2 Responses to “Sägen Sie kein Sägemehl – die Kraft negativer Gedanken”

  1. Die Homezone | Was ist ein Ratenkredit
    Oktober 29th, 2009 @ 13:07

    [...] die Wichtigkeit eines Telefongesprächs, angesichts der entstehenden hohen Gesprächsgebühren, Gedanken zu machen. Sie haben also besseren Kontakt zu Ihren Bekannten und Kunden. In der Heimbereich bleiben [...]

  2. Franz Josef Neffe
    Dezember 14th, 2010 @ 22:56

    Als ich als junger Lehrer anfing, war einer der Leitsätze meiner Ausbildung: “Fehler vermeiden ist besser als Fehler verbessern.”
    Dieser Satz ist nicht nur dumm, er ist auch eine ungeheure Anmaßung und ein Frevel, besonders wenn man genötigt wird, anderen Menschen ihre Fehler zu vermeiden.
    Der Fehler ist die wichtigste ORIENTIERUNGSHILFE, die wir haben. Wer zeigt uns sonst so ehrlich, was fehlt?
    Lat. “negare” heißt “nein sagen”. Wenn wir etwas “negieren”, wollen wir es nicht wahrhaben – obwohl es POSITIV da ist. Auch das Negative oder das für negativ Erklärte ist POSITIV da. Das Negieren, das Neinsagen, das Negativdenken könnten wir uns also einfach sparen, doch: wir sind zu fleißig.
    In der Du-musst-Schule hat man uns ja eingetrichtert, dass wir “wenigstens den guten Willen zeigen” müssen – was immer das sei. Gewöhnlich erschöpft es ich in einer Unterwerfungsgeste, also in Sägemehlsägen.
    In der Ich-kann-Schule weiß man, dass es wichtig ist, einen Fehler wenigstens zweimal zu machen. Von einem Punkt kann man noch nicht ablesen, wo die Reise hingeht.
    Vieles, was wir für negativ ansehen, haben wir noch gar nicht angesehen, sonst würden wir darüber sprechen, was es POSITIV bedeutet.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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