Die Macht der Gedanken

Wie Ihre Gedanken Ihr Leben formen

Die Macht der Gedanken: 3 Übungen zum Positiven Denken

Posted on | Juni 12, 2009 |

Wenn Sie sich entscheiden sollten, Ihr Leben durch das Positive Denken zu bereichern, so geht das nicht von Heute auf Morgen. Das möchte ich vorwegschicken, um Ihnen etwaige Enttäuschungen und Frustrationen zu ersparen. Es geht nur, wenn Sie in kleinen, ganz bewussten Schritten Ihr großes Ziel ansteuern. Aber die Erfolge bei diesen kleinen Schritten werden Sie motivieren zügig auf Ihren eingeschlagenen Weg voranzuschreiten.

Wie Sie im einzelnen diesen Weg zu Ihrem Ziel planen, welche »Meilensteine” Sie sich setzen, das bleibt Ihnen überlassen. Das muss Ihnen überlassen bleiben. Denn jeder Mensch ist anders. Jeder wird sich seinen ureigensten, individuellen Weg bahnen. Doch gerade wenn man an den Start geht ist es hilfreich einige Tipps zu erhalten, die Allgemeingültigkeit haben oder die sich bereits bei vielen anderen Menschen bestens bewährt haben. Nachfolgend habe ich Ihnen vier nützliche Übungen zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen werden ein Positiver Denker zu werden.

1. „Meine Viertelstunde”

Nehmen Sie sich jeden Morgen, noch vor dem eigentlichen Aufstehen, eine Viertelstunde Zeit, die Ihnen ganz alleine gehört. Um das zu erreichen, müssen Sie sich zur Not den Wecker noch früher stellen. Das ist nötig, denn Sie müssen für Ihre Viertelstunde ganz ungestört sein und wirklich Ruhe haben. Und diese Viertelstunde gestalten Sie sich bitte sehr schön. Kochen Sie sich schon mal einen Kaffee oder spendieren Sie sich etwas anderes Schönes, zum Beispiel Ihre Lieblings-CD, die leise im Hintergrund läuft, oder was auch immer. Oder ziehen Sie sich nochmal für die 15 Minuten in Ihr Bett zurück, ohne wieder einzuschlafen.

Es sollte nur alles so gestaltet sein, dass Sie nicht abgelenkt oder auf abschweifende Gedanken gebracht werden. Denn jetzt, in Ihrer Viertelstunde der Besinnung, sollen Sie sich den auf Sie zukommenden Tag gedanklich durchspielen. Stellen Sie sich alle Situationen vor, wagen Sie einen kleinen Blick in die Zukunft. Wie wird dieser Tag werden? Was wird an diesem wohl gut werden, was weniger gut, was vielleicht sogar schlecht?

Nehmen Sie den Tagesablauf gedanklich vorweg. Spielen Sie in Gedanken mit diesem Tag. Fragen Sie sich, was Sie leisten können, damit dieser Tag wirklich Ihr Tag wird. Sie kennen die Redewendung: Das ist heute nicht mein Tag! Diese Redewendung kommt nicht von ungefähr, das sagt man schließlich genau an den Tagen, an den einem so gar nichts richtig gelingen will, wo einem alles, aber auch alles schief geht.

Indem Sie sich fragen, was Sie machen müssen, damit der kommende Tag wirklich Ihr Tag wird, sind Sie auf dem besten Wege diesen Tag erfolgreich zu gestalten. Diese Art, den Tag zu beginnen, verhindert zum Beispiel auch, dass Sie mit „dem linken Bein aufstehen” - wieder eine Redewendung, die bezeichnend ist. Wenn Sie so Ihren Tagesablauf durchdenken, werden Ihnen viel Gedanken durch den Kopf schießen. Versuchen Sie Ihre Gedanken zu sortieren. Versuchen Sie weiterhin zu unterscheiden, was ist eher positiv und was ist eher negativ gedacht. Und bei jeden negativ gedachtem Gedankengang, bei dem Sie sich ertappen, stellen Sie sich bitte sofort die Frage: Kann ich das nicht anders, nicht auch positiv sehen?

Überraschenderweise werden Sie dann feststellen, viele dieser negativen Denkansätze lassen sich ganz einfach durch eine Umkehr des Gedankenganges in positive Bahnen lenken. Mit dieser Vorgehensweise haben Sie schon viel erreicht. Sie haben gedanklich Ihren Tag durchstrukturiert. Sie haben alle möglichen Ereignisse und Situationen, die auf Sie zukommen könnten bereits einmal durchdacht. So sind Sie bestens vorbereitet, auf das, was kommt. Gewiss, vieles ist nicht vorhersehbar, vieles wird Ihnen dazwischenkommen, aber Sie sind bestens gewappnet, auch solche unvorhergesehenen Situationen gut zu meistern.

2. „Mach es noch einmal”

Diese Übung bietet sich besonders dann an, wenn Sie bemerken, dass Sie auf dem besten Wege sind, in Ihren alten Trott zu verfallen. Oder auch wenn Sie auf dem besten Wege sind, einen Misserfolg zu landen. Sobald Sie dies bemerken, oder auch nur Ansätze davon spüren, dann ziehen Sie für sich bitte die innere Notbremse. Halten Sie inne. Sammeln und besinnen Sie sich. Und dann lassen Sie bitte den bisherigen Lauf der Dinge vor Ihrem inneren Auge zurückspulen.

Versuchen Sie herauszufinden, welche Ursachen es gehabt haben könnte, dass alles ein so unguten Verlauf genommen hat. Sehen Sie in diesem Zurückspulen eine Chance für einen gezielten Neubeginn unter neuem Vorzeichen. Sie gehen also bewusst ein Stück des Weges gedanklich zurück, um einen neuen Anlauf zu wagen. Denn durch dieses Innehalten und Zurückgehen werden Sie aus Ihren Fehlern lernen.

Jetzt wissen Sie schlagartig, wie Sie es machen müssen, damit es Ihnen gelingt. Und jetzt machen Sie es so, dass Sie Erfolg haben. Was dem Ansatz positiv zu denken immer wieder aufs neue bremst oder gar verhindert, sind die äußerst unangenehmen Dinge, die einem im Alltag über den Weg laufen. Es sind die Aufgaben, die erledigt werden müssen, die bei Ihnen aber nur Unbehagen, Widerwillen und Bauchschmerzen hervorrufen.

Es sind zudem auch meist Aufgaben, denen Sie bei noch so viel gutem Willen keine positiven Seiten abgewinnen können. Soviel Sie auch darüber nachdenken, Ihnen wollen und werden dazu keine positiven Gedanken in den Sinn kommen. Was tun? Versuchen Sie es mit der nächsten Übung.

3. “Jetzt oder nie”

Um diese Übung, oder besser diese Methode umzusetzen, sollten Sie zunächst erst einmal alle die Dinge erledigen, die Sie davon abhalten könnten, die anstehende unangenehme Aufgabe anzugehen. Also alles was einen Vorwand oder eine Ausrede liefern könnte, dass Sie „es” wieder hinauszögern und vor sich herschieben, sollte erledigt sein. Wenn das nicht möglich ist, zum Beispiel aus Termingründen, dann verlagern Sie diese „Ausrede-Tätigkeiten” auf einen anderen Zeitpunkt. Und nun heißt es: Jetzt oder nie! Gedanklich und auch in jeder anderen Beziehung sind Sie bereits auf die anstehende Aufgabe gut vorbereitet.

Nehmen Sie die Sache jetzt wie ein großes positives oder in jedem Fall ein herausragendes Ereignis in Angriff. Bringen Sie sich in jeder Beziehung in Topform. Und wenn Sie vorher eine halbe Stunde joggen oder Gymnastik machen, anschließend duschen, sich dann etwas besonderes anziehen, sich entsprechend „kostümieren”.

Achten Sie darauf, dass Sie sich in der gewählten Kleidung absolut wohlfühlen. Ziehen Sie nicht einen Anzug oder ein Kostüm an, nur weil Sie meinen, das wird von Ihnen erwartet. Wählen Sie die Kleidung, die Sie wollen. Das ist nicht albern. Es ist das bewusste Gestalten der Äußerlichkeiten, die aber einen starken Einfluss auf Ihr inneres Befinden haben werden. Dies geschieht, weil Sie bewusst und durchdacht diese äußeren Rahmenbedingungen in Szene setzen.

Wenn Sie auch das alles gut vorbereitet haben, dann geben Sie sich bitte den inneren Ruck. Feuern Sie Ihren inneren Startschuss ab. Sagen Sie sich 11 Mal hintereinander: “Jetzt oder nie”, und beim 12. Mal sagen Sie laut und fast befehlsmäßig “JETZT!” - und dann machen Sie das, was Sie machen müssen. Sie werden feststellen - gesteuert von einem ungeheuergroßen inneren Antrieb - machen Sie das was Sie sich vorgenommen haben.

Zur Erläuterung: Untersuchungen haben ergeben, dass ein Mensch, der eine unangenehme Aufgabe angehen will, ungefähr 12 bis 15 Sekunden braucht um sich zu überwinden. Das gewohnte „bis drei zählen” reicht also rein zeitlich nicht aus. Sie können diese 12-Sekunden-Zeitspanne der Übung “Jetzt oder nie!” zum Überwinden auch bei anderen Gelegenheit einmal testen. Zum Beispiel beim Sprung vom 10-Meter-Brett im Schwimmbad oder in einer anderen Situation, bei der es nötig ist, dass Sie eine mentale Blockade oder einfach nur den „inneren Schweinehund” überwinden müssen.

Sie werden sehen, diese circa 12-sekündige Zeitspanne bringt Sie in eine vortrefflich positive innere Anspannung, die sich auf einen Schlag in Aktivität auflöst. Allerdings sollten Sie die 15 Sekundenmarke nicht überschreiten. Denn dann ist die mentale Entscheidungsphase erst einmal wieder vorbei. Danach besteht ernstlich die Gefahr, dass man das Vorhaben verschiebt - vor sich herschiebt. Auf den Nachmittag, den nächsten Tag, die nächste Woche…

Comments

2 Responses to “Die Macht der Gedanken: 3 Übungen zum Positiven Denken”

  1. Hans-Georg Schmid
    Juni 17th, 2009 @ 20:52

    Heute gelesen. Morgen früh fange ich an. Danke

  2. Was ist positives Denken überhaupt? « Erfolg-Reich-Sein
    August 11th, 2009 @ 16:25

    [...] bin auf einiges zum Thema “Positiv Denken gestoßen.Es war Interessantes dabei,Blödsinniges und Tiefsinniges .Ich habe sogar 2 Seiten mit [...]

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